Leserbriefe

Ebenfalls dazu:
Herr Scheuer hat anscheinend nicht verstanden, dass die Stickoxidbelastung kein deutsches, sondern ein globales Problem ist. Was passiert denn mit den zurückgegebenen Alt-Dieseln, wenn sie gegen neue getauscht werden? Die verschwinden doch nicht vom Markt. Nein, die werden billig nach Afrika verscherbelt, wo sie noch jahrelang laufen und die Luft verpesten. Die einzig sinnvolle Maßnahme ist die Hardware-Nachrüstung. Damit wäre das Problem gelöst und nicht ins Ausland verschoben. Der Vorschlag von Herrn Scheuer zeigt deutlich, dass ihm die Autolobby wichtiger ist als die Umwelt.

Zum Interview "Klimaschutz muss ins Grundgesetz" (Politik) vom 20. August:

Wenn man unseren Planeten als Haus betrachtet, in dem wir alle wohnen, dann kümmern sich die Politiker ausschließlich um die Hausordnung. Dass das Fundament und die Grundmauern in Gefahr sind, wird geflissentlich ignoriert. Deshalb sollten wir nicht das Klima und die Umwelt schützen, sondern unsere menschlichen Lebensgrundlagen. Die Umwelt kommt problemlos ohne uns aus. Das hat sie Jahrmillionen bewiesen.
Für diesen Planeten sind wir nur wie Ungeziefer im Pelz. Wenn wir ihn lange genug gequält haben, wird er uns abschütteln und ungestört weiterleben.

Ebenfalls dazu:
Politik und Gesellschaft kann man nicht trennen. Ich beobachte den Verlust von Anstand seit vielen Jahren in unserer Gesellschaft. Das beginnt schon in der Schule. Wir haben früher viel gerauft, aber wenn einer am Boden lag, war Schluss. Heute tritt man mit den Füßen einem am Boden Liegenden auf den Kopf. Heute beleidigt, verleumdet und diskriminiert man im Internet Menschen, die sich nicht wehren können. Anstand ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr, sondern die Ausnahme und lange nicht so wichtig wie Erfolg. Wie weit man ohne Anstand kommen kann, wird uns von Menschen wie Donald Trump und Carsten Maschmeyer vor Augen geführt. Der Zweck heiligt die Mittel und den Letzten beißen die Hunde. Nur ein Narr kann glauben, dass ausgerechnet Politiker von dieser gesellschaftlichen Verrohung ausgenommen sind.

Zu "Türkei macht Deutschland schwere Vorwürfe" (Seite 1) vom 28. Mai:

Erdogan steht durch seine vorgezogenen Wahlen plötzlich mit dem Rücken an der Wand. Die desolaten wirtschaftlichen Verhältnisse und der Verfall der türkischen Lira sind die Resultate seiner unberechenbaren und totalitären Politik. Er befürchtet, die Wahl zu verlieren, obwohl er die Opposition entweder mundtot gemacht oder eingesperrt hat.
Jetzt braucht er dringend die Stimmen der 1,5 Millionen Türken, die in Deutschland leben. Sie könnten das berühmte "Zünglein an der Waage" sein. Dafür möchte er hier in unserem Land Wahlkampf machen. Ihm das zu erlauben, wäre keine gute Idee. Es ist sowieso schon schlimm genug, dass Türken, die hier in Freiheit leben, in ihrer Heimat für Unfreiheit stimmen.

Zu "Der Mann, der sich die Beine verlängern ließ" (Die Dritte Seite) vom 2. Mai:

Der Mensch hat schon immer versucht, seine körperlichen Defizite zu korrigieren oder zu kaschieren. Was sich geändert hat, sind die medizinischen Möglichkeiten, diese Wunschträume umzusetzen. Ich frage mich, ob die außergewöhnlichen Leistungen von Pablo Picasso (1,63), Charlie Chaplin (1,65), Napoleon Bonaparte (1,68), Immanuel Kant (1,57), Toulouse-Lautrec (1,52) und vielen anderen kleinen Menschen möglich gewesen wären ohne den Zwang, sich gegen die vermeintlich Großen durchzusetzen. Kleine Menschen haben viel Willenskraft und wenig Stolz, bei großen Menschen ist es genau umgekehrt. Wer sein Selbstwertgefühl von Äußerlichkeiten abhängig macht, der hat schon verloren und reiht sich ein in die hirnlose Allianz von Busenvergrößerern, Lippenaufspritzern, Penisverlängerern, Haarverpflanzern, Faltenstraffern und Fettabsaugern.

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