Leserbriefe

Zu "Terror gegen Teenager: IS brüstet sich mit Blutbad in Manchester" (Seite 1) vom 24. Mai:

Achtjährige Kinder, die voller Begeisterung das erste Mal auf ein Konzert gehen und das Leben genießen, wie nur Kinder das können, in die Luft sprengen, ist der Gipfel der Unmenschlichkeit. Unsere liberale und demokratische Grundordnung ist auf das Wohl des Menschen ausgerichtet. Nicht umsonst lautet der erste und wichtigste Artikel unseres Grundgesetzes: "Die Würde des Menschen ist unantastbar." Aber wie definiert man Mensch? Für mich macht einen Menschen aus, dass er Mitleid empfinden kann, dass er andere Meinungen akzeptieren kann, dass er tolerant ist, dass er versucht, anderen Menschen zu helfen, dass er Frauen als gleichwertige Partner akzeptiert und dass er Gewalt als Lösung ablehnt. Auf Terroristen trifft keine einzige dieser Klassifizierungen zu. Warum sollten wir also unsere für Menschen gemachte Gesetze auf sie anwenden? Wir brauchen eine Gesetzgebung für "unmenschliche Kreaturen". Alle bekannten Gefährder sollten in Einzelhaft kaserniert werden, bis sie entweder freiwillig ausreisen oder abgeschoben werden können.
Hassprediger in Moscheen sollten ohne Rücksicht auf die Staatsangehörigkeit genauso behandelt werden. Ich weiß, dass mich jetzt alle Fundamentaldemokraten in die rechte Ecke stellen werden, aber ich muss sie enttäuschen, ich wähle grün, seit es die Grünen gibt.

Zu "Bayerns Ärzten gehen die Narkosemittel aus" (Seite 1) vom 27. April:

Wie kann das passieren in einem Land, das für seine Bürokratie und seine Regelungswut geradezu berüchtigt ist? Sie behaupten, dass der Engpass von Remifentanil ein gesamteuropäisches Problem sei, sprechen aber in Ihrer Überschrift nur von bayerischen Ärzten. Haben die anderen kein Problem, und wenn ja, warum nicht?
Ich schlage als Übergangslösung vor, den Patienten die Neujahrsansprache von Angela Merkel vorzuspielen. Wer da nicht einschläft, muss auch nicht operiert werden. 
Der ist bereits tot.

Zu "Angriffe auf Polizisten werden härter bestraft" (Seite 1) vom 8. Februar:

Körperverletzungen und Beleidigungen sind und waren schon immer Straftaten. Wenn die Angriffe auf Polizisten und Ersthelfer zunehmen, brauchen wir doch keine neuen Gesetze.
Wir müssen nur die bestehenden konsequent anwenden. Wieso hat ein Polizist mehr Respekt verdient als ein normaler Bürger? Wo soll das enden? Wollen wir die Menschen wirklich in Respektsklassen einteilen? Wird dann die Beleidigung eines Arztes härter bestraft als die eines Obdachlosen? Wenn ein Hooligan mit Pflastersteinen wirft, hängt das Strafmaß dann davon ab, wen er trifft? In unserem Grundgesetzt steht, dass alle Menschen gleich sind. Polizisten sind Menschen in Uniform. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Eine Sonderbehandlung ist mit Sicherheit der falsche Ansatz und wirkt eher kontraproduktiv.

Karl Germann, Untermeitingen

Zum Interview „Was erwartet uns
mit Präsident Donald Trump?“ (Politik)
vom 21. Januar:

Machen wir uns nichts vor. Donald Trump ist ein skrupelloser Geschäftsmann, der seine Ziele mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln durchsetzt.

In seiner bisherigen Tätigkeit als Immobilienmogul musste er sich an die gesetzlichen und marktwirtschaftlichen Vorgaben halten. Jetzt ist er als Präsident der USA unabhängig.
Es gibt keine Institution, die ihm auf die Finger schauen und schon gar keine, die ihm auf die Finger klopfen kann.
Mit seinem Nuklearpotenzial und seinem Vetorecht bei der UN ist er in der Lage, nationalistische und egoistische Entscheidungen zu treffen, die für uns alle gefährlich sind.
Seine kategorische Leugnung des Klimawandels ist nur ein Beispiel. Er hat nicht begriffen und er wird nie begreifen, dass man unseren Globus nicht aufteilen kann in Amerika und den Rest der Welt.
Wir können nur inständig hoffen, dass vier Jahre zu kurz sind, um alles umzukrempeln und uns in die Nationalstaaterei des 19. Jahrhunderts zurückzuwerfen.
Aber ich bin trotzdem optimistisch und überzeugt davon, dass Michelle Obama, die nächste Präsidentin der USA wird, seine Fehler reparieren kann.

Karl Germann, Untermeitingen

zu "Hacker planten noch größeren Schaden" vom 30. November:

Schon immer haben Menschen versucht, schnell und illegal viel Geld zu verdienen. Früher waren es Schutzgelderpresser, heute sind es eben Hacker. Wenn diese asozialen Subjekte die gleiche Energie in einen ehrbaren Beruf investieren würden, wären sie auch da sehr erfolgreich. Also investieren so viele hochbegabte Nerds ihre ganze Freizeit, um mit selbst entwickelter Schadsoftware einfach nur zu zerstören, was andere mühevoll aufgebaut haben. Was hat man bitte von blanker Zerstörungswut ohne Eigennutz? DAs sind wohl dieselben gestörten Verlierer, die früher parkende Autos mit einem Nagel zerkratzt haben.

 

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